Heimatmuseum Schwäbischer Albverein und Gemeinde Bitz

Die bestehende Sammlung geht im wesentlichen auf die Initiative von zwei Bitzer Albvereinsmitglieder zurück, die zunächst in Privatwohnungen alte Möbel und Gerätschaften sammelten und restaurierten. Als dann im Jahr 1977 das Feuerwehrhaus fertiggestellt war, zog die Feuerwehr aus dem alten Schulhaus aus und die oberen Räume wurden dem Schwäbischen Albverein von der Gemeinde zur Einrichtung eines Heimatmuseums überlassen. Bereits 2 Jahre später konnte das Museum in seiner heutigen Form den Besuchern präsentiert werden und es wird seitdem von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins betreut. Im Museum wird das bäuerliche Leben, aber auch abgegangene Handwerksberufe wie das Wagnerhandwerk und die Anfänge der Industrialisierung, dokumentiert. Mit dem Ausbau des Dachgeschosses, der ehrenamtlich durch die Vereinsmitglieder erfolgte, entstehen bald auf zusätzlichen 130 m² Ausstellungsfläche weitere Themenbereiche wie Bitzer Industrie, Kirche/Schule und Vereine. Nach der Besichtigung lädt das Museumsstüble, das gleichzeitig für Vereinssitzungen und Wandervorbesprechungen des Vereins genutzt wird, zum Verweilen ein.

Übersicht über die Sammlung

Das Bitzer Heimatmuseum zeigt in sechs Räumen die Gerätschaften und Einrichtungen der früheren Albbewohner. Das Museum gliedert sich in zwei Bereiche. Zunächst den Wohnteil mit einer komplett eingerichteten Küche aus Großmutters Zeiten mit Kachelherd, Töpfen und Waffel- eisen, das Wohnzimmer mit Herd, Holztisch und Kanapee, das Schlafzimmer mit Bauernschränken, sowie die Scheune mit altem Heuwagen, Pflügen, Geschirr und Gerätschaften der bäuerlichen Arbeitswelt.



Im zweiten Bereich befindet sich eine "Original Bitzer Wagner- werkstatt" mit Werkzeugen und Maschinen, die den Strom noch nicht kannten. Im großen Ausstellungsraum sind alte Bilder von Bitz, Fossilien, der Weg vom Flachs zum Leinen mit den dazugehörigen Gerätschaften von der Hechel bis zum Spinnrad, sowie diverse Kuriositäten zu sehen von findigen Mausefallen bis zu Film und Diaprojektoren, die mit Kerze und Handkurbel betrieben wurden.

Eine besondere Ecke zeigt die Vielfalt der heimischen Tierwelt mit lebensecht präparierten Exemplaren aus der Natur.

Der Weg vom Flachs zum Leinen wird anhand alter Gerätschaften aufgezeigt.



Kontaktperson


Hermann Rominger
Eugenstraße 30, 72475 Bitz
Telefon 0173 / 87 19 044
oder Rathaus Bitz
07431 / 80 01 11